Geschichte

Die Schlierbacher Spielschar wurde in dieser Form im Jahr1947 von Pater Nivard Frey gegründet – wenn auch schon vor dem 1. Weltkrieg Theater gespielt wurde…

Das Premierenstück der neu formierten Theatergruppe war „Lumpazivagabundus“ von Johann N. Nestroy. Bei der älteren Generation in Schlierbach ist das damals legendäre Kleeblatt Heinrich Stadler (Leim), Felix Höfer (Zwirn) und Franz Soldan (Knieriem) noch in guter Erinnerung. Die Theaterbegeisterung schlug im Gründungsjahr hohe Wellen: im Jahr 1947 wurden insgesamt 6 Produktionen zur Aufführung gebracht!

1956: Der neue Theatersaal wird mit dem Stück der Studenten „Der große Prinz von Fes“ eingeweiht und eröffnet.

1964: Der Einbau der Drehbühne stellte eine Novität für ein kleines Theater am Land dar.

1965: Ferdinand Raimund Woche

1978 – 1984 gestalteten sich als schwierige Jahre mit nur wenigen Produktionen. Der Grund lag in der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Pater Nivard. Diskussionen über eine anderweitige Nutzung des Theatersaales (etwa als Garage) rüttelten die theaterbegeisterten Schlierbacher/innen allerdings auf. Der erste Schritt zur Wiederbelebung des Theaterlebens wurde mit dem Stück „Der ernsthafte Spaß“ gesetzt.

1988: Der erste Kreis schließt sich. Mit „Lumpazivagabundus“ zum 40jährigen Jubiläum der Spielschar übernahm Kons. Rudolf Meran die Geschicke der Schlierbacher Spielschar.

1989: Der „Große Regisseur des Lebens“ holt Pater Nivard Frey zu sich. Die Renovierung des Theatersaals samt Nebenräumen beginnt und konnte dank der finanziellen Unterstützung zahlreicher Gönner erfolgreich umgesetzt werden. Schlierbach entwickelte sich zu einer beliebten Ausbildungsstätte für das Amateurtheater.

1992: Gemeinsam mit dem Landesverband für Amateurtheater feierten wir 40 Jahre Schulspiel und Amateurtheater und 45 Jahre Schlierbacher Spielschar. Als Umrahmung diente wieder einmal der gute alte Johann N. Nestroy mit dem Stück „Zu ebener Erd´ und erster Stock“.

1996: Der Bühnenboden samt Drehbühne wurde erneuert.

2007: Das 60jährige Jubiläum der Schlierbacher Spielschar wurde im Innenhof des Stiftes mit einer „Theaterreise“ gefeiert. Kurzfassungen der Stücke „Weibervolksversammlung“ (Aristophanes), „G´schichten aus dem Wienerwald (Ödon von Horvath) und „Jedermann“ (Hugo von Hoffmansthal) wurden auf drei Bühnen in zwei Durchläufen (Nachmittags- und Abendvorstellung) dargeboten. Dank der Zusammenarbeit mit zahlreichen Schlierbacher Vereinen konnte ein unvergessliches Fest inszeniert werden. Der „Schlierbacher Geist“, geprägt von Zusammenarbeit und Kooperation, präsentierte an diesem Tag ein weiteres Mal ein beeindruckendes Zeugnis. Wir sind unseren Kolleginnen und Kollegen des Ehrenamts dafür noch immer überaus dankbar! Unser Obmann, Rudolf Meran, erhielt anlässlich dieser Feier die Auszeichnung als Konsulent – wir gratulieren zu dieser hochverdienten Ehrung!

2009: Im Zuge der Landesausstellung „Mahlzeit“ konnten die sanitären Anlagen, das Foyer, der Bühnenvorhang und der Besucherraum renoviert werden, sodass sich der Theatersaal heute als Bühne mit tollem Ambiente präsentiert.

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